Tageszeitung


Waitomo News” by ROBBIE KAY published January 24th 2012

New book features North King Country Māori

WHEN German author CIaudia Edelmann decided to write a book about Māori she was 20,000kms from New Zealand and had never had a conversation with a Māori. Not a good starting position.

In Te Kuiti last week Ms Edelmann said: "I first visited NZ in the early 1990s, have been here 11
times now and love it here.

"For almost 20 years I had associated New Zealand with what any visitor can see - the beautiful landscape and long, peaceful beaches, but I knew nothing about the indigenous people.

"I knew nothing about the culture and traditions, and I had no contacts."

"It is very hard to have contact from a German town with Māori people, so it seemed my project
would fail before it began." Then fate intervened.

In 2008, she learned a Māori man was visiting a nearby town to give a tourism presentation about New Zealand. He spoke in broken German: "My name is Tokowhā Te Huia and I'm from New Zealand."

"I explained my book idea to him," she said. "Tokowhā said that to fully under stand his people I had to eat, drink, laugh, cry, work and rest with them.

"So that's what I've done. I came to Aotearoa in 2010 with an open heart and a lot of questions, not knowing what to expect.

Ms Edelmann's journey towards publishing “Māori New Zealand's Hidden Treasure” had begun.

"I was based in Te Kuiti and have spent seven months with Māori people, researching their unique culture. It is a great privilege for me that Māori people allowed me to get a deep insight into their culture. I am very happy ... not only that they became friends, but they've also become extended family."

She said she had to depend on the willingness of Māori people to open up and trust her with their stories.

"When I set out to write this book not everyone welcomed me. Some Māori were wary of strangers. However, the experiences and conversations I had during my research stay have changed my attitude, perception and personal life. On so many occasions I met people whose values, close family ties and respect for nature have deeply impressed me."

One of her early interviews was with artist Daniel Ormsby and she now has three tattoos, one of which is featured in her impressive hardcover book.

The book explains many facets of Māori culture and customs - Marae life and traditions, Maori food, language, medicine, art, weaving, carving, songs, haka, spirituality and beliefs.

The book is illustrated with her own photos, drawings and profiles of several North King Country
people including, kuia Pipiana Hetet, Mr Ormsby, musician Piripi Waretini along with weaver Leilani Rickard and language educator Claire Matena.

The text is written in German with Māori and English translations.







Erschienen im Südkurier am 01.September 2011
Streifzug durch Neuseeland

Ludwigshafen – Wer ist Claudia Edelmann? Wer diese Frage stellt ist wohl ein Literatur-Muffel.

Die heute 45-Jährige in Bayern geborene und bis vor wenigen Monaten in Bodman wohnhaft gewesene Journalistin und Werbetexterin mit abgeschlossenem Betriebswirtschaftsstudium widmete sich erst vor wenigen Jahren der Schriftstellerei, nachdem sie zuvor an der Schule des Schreibens Belletristik studiert hatte. Noch während ihres Grundstudiums schrieb sie ihr erstes Buch „Der fliegende Delphin – Geschichten und Anekdoten aus dem alten Konstanz“, das 2008 erschien und schon ein Jahr später wurde ihr zweites Buch „Tierisch verrückt – Vergnügliches und Kurioses von liebenswerten Vierbeinern“ veröffentlicht. Jetzt erschien ihr drittes Buch „Maori – Neuseelands verborgener Schatz“, das sie am letzten Wochenende im Zollhaus vor einem großen Besucherkreis vorstellte, worüber sich die Leiterin der Touristinformation, Caroline Kusch, bei der Begrüßung besonders freute.
Neuseeland übte schon früh eine große Faszination auf Claudia Edelmann aus. Im Jahr 1992 bereiste sie zum ersten Mal dieses Land. Und wer schon einmal in Neuseeland war, der kann bestätigen, wie schnell man sich in dieses Land verlieben kann, das auf den ersten Blick vor allem durch seine einzigartige Schönheit besticht. Bei ihren vielen Reisen bot sich ihr die Möglichkeit, Land und Leute kennenzulernen. Sie nahm Kontakt zu einem Maori, der indigenen Bevölkerung Neuseelands auf, der ihr tiefe Einblicke in die Kultur vermittelte, die lange Zeit unterdrückt wurde und die seit den 1970er Jahren eine wahre Renaissance erlebt.
Ihre Eindrücke im „Land der weißen Wolke“, wie es auch genannt wird, hat sie in ihrem neuesten Buch, das auch Passagen in der Sprache der Maori enthält, niedergeschrieben. Es ist ein Streifzug durch eine Kultur, die ebenso einzigartig und faszinierend ist wie Neuseeland selbst.
Faszinierend auch, wie die sympathische Autorin ihr Buch vorstellte. In fantastischen, Farbfotos, mit denen sie auf einer großen Leinwand im Festsaal des Zollhauses ihre Worte augenscheinlich machte, kam ihre Begeisterung und große Liebe zu diesem großen Land und ihren Menschen zum Ausdruck. Sie schilderte deren Leben, Sozialstruktur und Glaubenswelt im Detail und vermittelte so Besuchern ein umfassendes Bild über Land und Leute. Bei ihren Recherchen wurde sie von Mitgliedern verschiedener Maori-Stämme unterstützt, wobei Ausgangspunkt der Recherchen die Kleinstadt Te Kuiti im King Country der Waikato-Region auf der Nordinsel Neuseelands war.
Schreiben ist nicht alles
Mit der Herausgabe ihres Buches erschöpft sich für Claudia Edelmann das Thema Neuseeland keineswegs. Im Gegenteil. Sie wird, wie sie sagte, in wenigen Monaten wieder ans „andere Ende der Welt“ reisen. Dieses Mal möchte sie das Buch des Tourismus aufschlagen und mit ausländischen Besuchern durch das Land ziehen, wobei Einheimische als Fremdenführer tätig sein sollen. Und noch etwas: Im nächsten Jahr plant sie, mit einer Gruppe von Ureinwohnern aus verschiedenen Berufsständen durch Deutschland zu ziehen und einem großen Bevölkerungskreis die Kultur Neuseelands nahezubringen. Die Besucher spendeten Claudia Edelmann nach ihrer Lesung stürmischen Beifall.
Vorher hatte die Autorin im Ausstellungsgeschoss des Zollhauses eine Autogrammstunde absolviert und ihr Buch auf Wunsch ihrer Käufer signiert. Der Andrang war so zahlreich, dass sie ihren Vortrag erst mit einiger Verspätung beginnen konnte.





Erschienen im Wochenblatt am 21.August 2011

Eine vertraute Fremde
Claudia Edelmann stellt Buch über Maori vor

Bodman-Ludwigshafen (sw). Am Anfang war das Wort. Und das Wort lautete »Neuseeland«. Diese Buchstabenkombination, diese Klangfolge, dieser Terminus sprang Claudia Edelmann förmlich an. Sie hatte Fernweh, wollte einfach nur weg, wusste lange nicht wohin und sah dann dieses Wort, das für sie zum Schicksal wurde - »Neuseeland«. Ab 1992 reiste die Betriebswirtin immer wieder in das »Land der weißen Wolke«, war fasziniert und musste doch irgendwann feststellen, dass sie zwar das Land kannte, aber nicht die Leute. Das sollte sich ändern. Sie nahm Kontakt zu einem Maori, einem Ureinwohner, auf, verstand sich auf Anhieb mit ihm und bekam viele, sonst verschlossene Türen geöffnet. Sie drang tief in die Kultur ein - ihre Eindrücke hat sie in dem 160 Seiten starken Buch »Maori - Neuseelands verborgener Schatz« verarbeitet, das sie am Freitag, 26. August, um 20 Uhr im »Zollhaus« in Ludwigshafen vorstellt.

Es ist ein Streifzug durch die Gedankenwelt der Maori, ein Spaziergang durch ihre Kultur, eine Wanderung durch eine fremde Mentalität. Auf die Versammlungshäuser, die Glaubenswelt, die Küche und die Sozialstruktur der Ureinwohner geht die Autorin ein, die lange Zeit in Bodman gelebt hat, und sie stellt einzelne Biographien vor. Eines ihrer Anliegen war es, die heutige Situation, die Lebensstationen, das Dasein der Maori darzustellen. »Es ist kein wissenschaftliches Buch«, erklärt die bildhübsche, dunkelhaarige Frau. Aber ein Buch, in das sie viel Herz und einen Teil ihrer Persönlichkeit gesteckt hat. Die Auflage beträgt 2.700 Stück, die großen Farbfotos hat sie selbst geschossen, und ein Teil aus dem Erlös kommt Schulen des indigenen Volkes zu Gute.

Sie möchte eine »Stimme der Maori in Europa« sein, fühlt sich mit den Angehörigen dieses Volkes verbunden und hat sie fest in ihren persönlichen Lebensplan eingebaut. Im November möchte die 45-Jährige wieder nach Neuseeland reisen und zusammen mit Freunden ein Touristenprojekt aufziehen - sie reist mit ausländischen Besuchern durch das Land, Einheimische erklären die Sehenswürdigkeiten und sie gibt den Gästen dann abends Tipps, wie sie ihre Eindrücke am besten aufschreiben können.

Und im Mai möchte die in Bayern Geborene eine »Road-Show« starten: Mit einer Tanzgruppe, einem Schnitzer, einer Weberin, Musikern, Tätowierern und Köchen der Maori möchte sie durch Deutschland touren, Verständnis für die Kultur wecken und ihr Buch promoten. Doch bei aller Verwurzelung - ein Leben nur in Neuseeland kann sie sich nicht vorstellen. Das Gesundheitssystem ist ihr zu lückenhaft, und ganz kann sie sich nicht mit der Kultur identifizieren. Dazu ist sie zu sehr Europäerin.