Die Künstler


James Rickard

James Rickard vom Tribe der Tainui und Ngāti Porou hat die Kunst des whakairo rakau, des Holzschnitzens über die Jahre geradezu perfektioniert. James ist ein sogenannter Tohunga Whakairo, ein Master Carver.

Im Jahr 1967 war James einer der ersten Studenten, die im New Zealand Māori Arts and Crafts Institute (Te Puia) in Rotorua aufgenommen wurden.

In den über 40 Jahren, die James dort arbeitet, hat er vielen Nachwuchskünstlern dabei geholfen, ihre künstlerischen Fertigkeiten zu entwickeln, dabei aber den Pfad ihrer Māori-Vorfahren nicht außeracht zu lassen.

Seit vielen Jahren repräsentiert James die Māori-Kultur von Neuseeland Aotearoa auf internationalen Symposien und Konferenzen. Die von ihm gefertigten Kunstwerke sind in der ganzen Welt zu bestaunen.

 


Leilani Rickard

Seit über 30 Jahren ist das Weben für die Künstlerin Leilani Rickard vom Tribe Te Arawa, ein fester Bestandteil ihres Lebens. „Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht mit Harakeke Neuseelandflachs, arbeite“, erzählt Leilani.

Vor einigen Jahren begann sie damit, mit leuchtfarbigen Modellen zu experimentieren, die man zu jeder Gelegenheit tragen kann und nicht nur zu Kapa Haka-Veranstaltungen.

Wenn Leilani neue Muster und Entwürfe entwickelt, lässt sie sich von der Vorstellung inspirieren, wie ihre Vorfahren die unterschiedlichen Materialien genutzt haben.
„Als ich mit dem Weben anfing, dachte ich es wäre passend, dem Stil der Weber zu folgen die mich ausgebildet haben, doch mittlerweile habe ich erkannt, dass ich immer mit meinen Māori-Wurzeln verbunden sein werde, auch dann, wenn ich meinen eigenen Weg gehe.“

 


Daniel Ormsby

„Die die Māori-Kunst ist meine große Leidenschaft, denn durch diese Tradition habe ich meinen Platz und meine Bestimmung im Leben gefunden“, sagt Daniel Ormsby vom Tribe der Ngāti Maniapoto.

„Mit der Ausübung der Māori-Kunst ist eine große soziale Verantwortung verbunden, denn traditionsgemäß ist es die Aufgabe des Schnitzers, die Stammesgeschichte und das Whakapapa (die Abstammung) des Tribe zu bewahren. Dieser Rolle bin ich mir stets bewusst, ich bin mir aber auch immer des kostbaren Erbes gewahr das ich repräsentiere. Das trifft vor allem auf die Kunst des Ta Moko (Māori-Tätowierkunst) zu. Jemanden mit Körpersymbolen zu schmücken, die ihn ein Leben lang begleiten werden, hat einen immensen Einfluss auf die Seele dieses Menschen.
Durch meine Arbeit möchte ich ein Bindeglied zwischen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft sein und damit das reiche Erbe genauso hinterlassen, wie ich es einst erhalten habe“, sagt Daniel.

 


Cory Boyd

Cory hat an der Schule Te Wananga o Aotearoa den Master of Applied Indigenous knowledge absolviert und nach Beendigung seines Studiums dort als Tutor gearbeitet.

 


Tamaora Walker

Der auf der Nordinsel, in Rotorua ansässige Carver, der sein Handwerk von dem renommierten neuseeländischen Künstler Lewis Gardiner gelernt hat, betrachtet den Pounamu Greenstone, der aus seinem Maori-Erbe stammt, mit Ehrfurcht und Respekt.

"Das Wissen, dass alles, was ich schaffe für immer ist, treibt mich an", sagt Tamaora.

"Pounamu Greenstone ist ein wunderschönes Material, aber man muss ganz sanft damit umgehen um herauszufinden, wie man die Farben und Schattierungen des Steins in das Design des vollendeten Schatzes einfügt. Pounamu gleicht kostbaren Diamanten, aber ausgestattet mit mauri, der Lebenskraft, die unsere Kunstformen in die Zukunft tragen wird", erklärt er.

Familiäre Bindungen an den Tribe Te Arawa haben großen Einfluss auf Tamaoras Arbeiten. Der Künstler hat aber auch schon im Ausland ausgestellt und die Werke internationaler Carver studiert.